Montag 14.12.2009 – Ausschluss der Nicht-Regierungs-Organisationen und stockende Verhandlungen
Die großen Themen am Montag waren zum einen die Anpassung an die gekürzten Akkreditierungskontingente und die Organisation dieser Anpassungsstrategien, zum anderen aber die Blockade einiger Staaten beider Verhandlungswege, dem Kyoto-Protokoll und den Verhandlungen für ein neues Abkommen.
Daher gab es dann auch eine Friends of the Earth International (FoEI) -Aktion, als bekannt wurde, dass beide Plenarsitzungen abgesagt worden waren, da, im kurzen ausgedrückt, die einen auf die anderen warteten und die anderen auf die einen. Somit drückte FoEI damit seinen Unmut aus, darüber, dass wieder abgewartet und blockiert wurde, sowie von Seiten der EU und der USA gar der Vorschlag kam, das Kyoto-Protokoll gar nicht weiter zu verfolgen und dieses somit auslaufen zu lassen. Die Gefahr ist groß, dass dadurch die bereits international rechtlich bindenden Regelungen des Kyoto-Protokolls nichtig werden und ein neues Abkommen unter Umständen keine solchen Regelungen enthält, was insgesamt eine Schwächung des Klimaschutzes nach sich ziehen würde. Daher ist es absolut notwendig, beide Verhandlungs-Stränge parallel weiter zu verfolgen und das neue Abkommen lediglich auf das Kyoto-Protokoll aufbauen zu lassen. Gerade von deutscher Seite aus sollte mit Norbert Röttgen als Vorsitzendem einer der Arbeitsgruppen zum Kyoto-Protokoll eine Führungsrolle in den Verhandlungen über dieses eingenommen werden, um einen Totalkollaps der Verhandlungen noch abzuwenden.
Die Plenarsitzungen wurden im Verlauf des Tages noch aufgenommen, was eventuell einen kleinen Funken Hoffnung auf Erfolg lässt, die Zeit auf dieser Konferenz wird jedoch immer Knapper.



