BUNDjugend Rheinland-Pfalz - … und jetzt noch die Erde retten!

Infoabend „Der Klimawandel und seine Folgen für RLP“

Am Freitag, den 7. Mai 2010 luden wir zu einer Infoveranstaltung ins Café Taktlos in Mainz ein. Der Abend folge dem Thema „Der Klimawandel und seine Folgen für Rheinland-Pfalz“. Unserer Einladung folgten etwa 20 Junge Menschen, um sich über das Thema zu informieren und zu diskutieren.

Den Anfang des Abends machte Dr. Tilmann Sauer vom Projekt „KlimlandRP“ der Landesregierung. Er erläuterte kurz die Grundlagen des Klimawandelproblems und kam dann auf verschiedene Modelle der weiteren Klimaentwicklung in Rheinland-Pfalz zu sprechen. Anhand farbiger Landkarten waren dort die zu erwartenden Temperaturanstiege und die Niederschlagsveränderungen ersichtlich. Diese Fakten stellte er dann in den praktischen Zusammenhang mit dem Weinbau und der Forstwirtschaft. So wird der Klimawandel zur Folge haben, dass zum Beispiel mehr Rotwein den Weißweinanbau im Land ersetzt und die Qualität der Weine im Ganzen bereits heute zunimmt. In der Waldwirtschaft wird das wärmere Klima vor allem der Fichte zu schaffen machen und diese zum großen Teil wieder aus unseren Wäldern vertreiben.

Das die Risiken des Klimawandels die Chancen dennoch deutlich überwiegen betonte im Anschluss Marco Neef vom BUND Mainz. Der Weg zu einer „kohlenstoffarmen Gesellschaft“, die also nur geringe Mengen des Treibhausgases CO2 emittiert, führt zwangsläufig zu unserer veralteten Art der Energiegewinnung aus fossilen Energien. Dass aber schon in naher Zukunft die erneuerbaren Energien aus Bio-, Wind- und Solarenergie im Zusammenspiel mit Wasserkraft und Geothermie den rheinland-pfälzischen Strombedarf zu 100% decken können veranschaulichte er anhand der juwi-Studie „Der Weg zum Energieland Rheinland-Pfalz“. Die Studie zeigt, dass das Ziel, „100% erneuerbar“ bis 2030 erreichbar ist!

Den Themenschwerpunkt „Wasser“ beleuchtete zum Abschluss Werner Herget vom BUND Landesarbeitskreis Wasser. Anhand verschiedener Niederschlagsmodelle gab er einen Ausblick auf eine mögliche Zukunft. Es wird erwartet, dass vor allem die Winter nässer werden und über das Jahr Starkregenereignisse zunehmen. Zudem werden mittlere Hochwässer häufiger auftreten, so dass Anpassungsmaßnahmen notwendig werden. Eine Strategie „Zurück zur Natur“ eignet sich dafür am Besten, in dem Gewässerauen beispielsweise wieder renaturiert werden oder zumindest naturnah gestaltet. Dadurch bilden sich einerseits Pufferzonen, wenn Gewässer über die Ufer treten, zum anderen freut sich die Tierwelt über einen vergrößerten Lebensraum.

Es war ein schöner, informativer und kommunikativer Abend für alle Anwesenden.

Über eine mögliche Nachfolgeveranstaltung informieren wir euch dann ebenfalls hier auf unserer Homepage.

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