BUNDjugend Rheinland-Pfalz - … und jetzt noch die Erde retten!

Donnerstag, 17.12.09 – Tourist statt Aktivist

Fotos 17.12.09 Mermaid_klein

Auf Grund der Zugangsbegrenzung zum Konferenzzentrum für Nicht-Regierungsorganisationen (siehe Artikel vom Mo, 14.12.09) habe ich keinen Zugang mehr zum Bella Center. Aus diesem Grunde entschied ich mich heute für etwas Sightseeing in Kopenhagen. Gestern Abend sowie die Nacht über hat es hier heftig geschneit wodurch die Stadt erst recht winterlich-romantisch geworden ist, aber auch die Temperaturen sind stark gesunken. Da ich hier aber nicht über die Attraktionen Kopenhagens berichten möchte, stelle ich die Gruppe vor mit der ich heute unterwegs war.

Die BUNDjugend hat in einem Projekt Jugendlichen aus dem globalen Süden die Möglichkeit gegeben, nach Kopenhagen zu kommen und die Verhandlungen ebenfalls zu verfolgen und für ihre Heimatstaaten einzutreten. Finanziert wurde dies durch das Umweltbundesministerium (BMU). Das Projekt beruht auf einem Paten-Konzept, was bedeutet, dass je ein deutscher Jugendlicher einem „Südländer“ als Paten zur Seite steht. Die Gruppe reiste bereits am Sonntag, den 6.12.09, gemeinsam nach Kopenhagen an, um von Anfang an auf dem Gipfel dabei zu sein. An diesem Projekt sind junge Menschen aus Costa Rica, dem Inselstaat Kiribati, Indonesien, Ruanda und Uruguay beteiligt. Trotz der großen Unterschiede in der kulturellen und sprachlichen Herkunft funktioniert die Verständigung auf Englisch und der Umgang miteinander sehr gut. Das ist im Allgemeinen in der internationalen Jugend auf und um den Gipfel so der Fall, dass trotz der verschiedensten Ursprünge ein großes Einheitsgefühl herrscht und stets zielgerichtet und konstruktiv zusammengearbeitet wird. Jedoch wird nicht nur zusammen gearbeitet, sondern sich auch ausgiebig über die verschiedenen Länder und Kulturen ausgetauscht. In diesen wird häufig klar, welche Auswirkungen der Klimawandel bereits heute auf beispielsweise einige Inselstaaten hat. Dadurch erhalt man eine völlig andere Perspektive auf die Verhandlungen und die Relevanz eines effektiven Klimaschutzvertrages. Für viele dieser Jugendlichen geht es bei diesem Gipfel nicht nur um ihre Zukunft, sondern um das nackte Überleben.

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