BUNDjugend Rheinland-Pfalz - ... und jetzt noch die Erde retten!

Bericht: Anti-Castor-Demo im Wendland

Dannenberg am 6.11.2010:

Etwa 50.000 Menschen haben sich heute versammelt, um an der Anti- Castor- Demo im Wendland teilzunehmen und bei gutem Wetter (manchmal leichter Regen, aber ansonsten genügend Sonne) und viel guter Laune ein Zeichen gegen die aktuelle Atompolitik zu setzen. Darunter waren diesmal auch wir, die BUND- FÖJlerinnen. Wir kamen direkt von einem Einführungsseminar in Berlin und sind von da aus mit der BUNDjugend ins Camp Gedelitz angereist. Obwohl die Anfahrt ins abgelegene Dannenberg doch schwieriger war, als gedacht (der Zug hatte etwa eine halbe Stunde Verspätung, weil Kupferdraht aus der Oberleitung geklaut worden war), konnten wir das Camp noch gegen Abend mit ein paar BUNDlern aus NRW erreichen. Dort war die Stimmung von Anfang an spitze! Nachdem wir unser Zelt bezogen haben, wurden wir direkt mit einer warmen Mahlzeit aus der VoKü empfangen, es gab Lagerfeuer und Musik dazu und natürlich jede Menge nette und entspannte Leute. Das Essen aus der VoKü wurde übrigens von vielen Freiwilligen vorbereitet und hat echt super geschmeckt! Neben einem Waschzelt gab es auch statt den üblichen Dixi- Klos Komposttoiletten, die tatsächlich weitaus besser rochen, als das, was man von so einigen Festivals gewohnt ist.

Die Kundgebung selbst fand auf einem abgeernteten Maisacker in der Nähe des Camps Splietau und des Castor-Verladekrans statt. Bei der Auftaktveranstaltung der Proteste gegen den Castor-Transport nach Gorleben gab es zudem ein vielfältiges Bühnenprogramm. Zwischen einigen Redebeiträgen, wie zum Beispiel von der Bäuerlichen Notgemeinschaft, die die Castorstrecke mit verkeilten Traktoren blockierten, gab es auch ein interessantes Musikprogramm. Bekannte Künstler wie Bela B, Rocko Schamoni und Irie Revoltés traten auf und sprachen sich auch deutlich gegen den Transport des wiederaufbereiteten Brennmaterials von La Hague ins Zwischenlager Gorleben aus. Gerade im Hinblick auf die angestrebten Laufzeitverlängerungen der veralteten deutschen Atomkraftwerke sind die Proteste ein wichtiges Zeichen der Bürger, dass sie mit der derzeit schwarzgelben Atompolitik nicht einverstanden sind.

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